Donnerstag, 10. Januar 2008

Tipps für Kundentelefonate

Wer beruflich viel mit Kunden telefoniert, wird sehr schnell feststellen, dass für diese Art des Kontakts an manchen Stellen ganz eigene Regeln gelten. Ein gutes Vorgehen am Telefon habe ich im Buch "So überzeugen Sie am Telefon" von Koch/Kühn gefunden:

Die Verbindung per Telefon suggeriert "traute Zweisamkeit", also uneingeschränktes Interesse ohne Ablenkung.

Sprechen: aufrecht sitzen, lächeln, Worte mit Gesten unterstreichen. Bei Sachinformationen oder einer seriösen Beratung auf eine freundliche Sachlichkeit drosseln.

Wenn das Telefon klingelt und Sie abheben, beginnen die entscheidenden Sekunden für das nachfolgende Gespräch. In diesen vielleicht gerade mal zehn Sekunden, in denen sich die Gesprächspartner begrüßen und einander vorstellen, macht sich jeder ein Bild vom anderen.

Je freundlicher man ist, desto schwerer ist es z. B. für einen ärgerlichen Anrufer, weiter unfreundlich zu sein.

Der Name ist wichtig, nachfragen, wenn man ihn nicht verstanden hat: "Entschuldigen Sie bitte, ich habe Ihren Namen nicht verstanden. Wie heißen Sie?"

Den Gesprächspartner mehrmals mit Namen ansprechen, Faustregel dreimal.

Dem Anrufer nicht zu schnell eine Antwort geben, sonst wird er zu früh in seinen Gedanken unterbrochen. Die ersten 30 Sekunden gehören ihm. Dann das Gehörte kurz zusammenfassen. Notizen erst nach Ankündigung: "Ich notiere."

6 Zuhörfallen:
1. Projektion eigener Vorstellungen => Fragen stellen
2. Schon mit Antwort beschäftigt, Abschalten bei einem Reizwort => bis zum Ende zuhören
3. Falsche Zusammenfassung => am leichtesten ist die Wortübernahme
4. Emotionen vernachlässigt => zunächst emotional abholen
5. Reizüberflutung => Informationen strukturieren
6. Konzentrationsmangel => Pause zwischen Telefonaten

Am besten "Weißes-Blatt-Papier-Haltung"

Ein Anrufer erkennt am besten, dass man sich in ihn hineinversetzt, wenn man ihm die Reaktion gibt, die er erwartet (z. B. mit ihm freuen, ihn bedauern, ihm Besserung versprechen). Für ein sachlich orientiertes Gespräch muss ERST diese emotionale Brücke gebaut werden, sonst kommt auch die sachliche Ebene nicht zustande.

Die Reaktionen des Verteidigens, Rechtfertigens, Gegenangreifens sind völlig normal, aber man steuert damit mit absoluter Sicherheit in einen Teufelskreis. Um das zu überwinden, muss man das Gefühl des Angegriffen-Seins überwinden, indem man sich z. B. innerlich distanziert. Bleibt man selbst freundlich, wird der Aufschaukeleffekt vermieden.

Emotionale Brücke durch:
- Verständnis: „Ich kann verstehen, dass Sie verärgert sind."
- Recht geben: „Sie haben vollkommen Recht."
- Gefühle erlauben: „Es ist ok, wenn Sie jetzt sauer sind."
- Gefühle spiegeln: „Sie sind sauer, weil.."
- Perspektivewechsel: „Ich an Ihrer Stelle würde genauso empfinden."

Wenn ein Anrufer überhaupt nicht aufhört oder gleich zu Beginn persönlich beleidigend wird: 1. Feedback, 2. Gesprächsbereitschaft, 3. Wunsch, also z. B.: „Sie beschimpfen mich die ganze Zeit. Ich möchte gern die Angelegenheit mit Ihnen klären. Bitte lassen Sie uns das Gespräch ruhig und sachlich fortführen."

Weiterverbinden: „Bei Ihrem Anliegen kann Ihnen Herr soundso viel besser weiterhelfen. Ist es Ihnen recht, wenn ich Sie weiterverbinde?" Ansonsten: Rückruf anbieten.

Kundenanliegen klären:
1. wenn der Kunde viel erzählt: Zusammenfassungsfrage
2. wenn der Kunde mehrere Themen auf einmal anspricht: Zusammenfassung, Themen isolieren, gliedern
3. weitere Informationen benötigt: Rückstellung der Antwort, offene Fragen, Eingrenzung durch Alternativ-Fragen, Kontrollfrage

Handelt es sich um eine Beschwerde, sind lösungsorientierte Fragen hilfreich: Was erwarten Sie von mir? Was würde Ihnen schon ein wenig weiterhelfen? Dadurch wird der Gesprächspartner eingebunden.

Gesprächsphase 5: Angebot, Lösung: Immer den NUTZEN für den Kunden hervorheben: „Das bedeutet für Sie..", „Sie gewinnen dadurch ...", „Das hat den Vorteil...". Häufig wird leider nur mit Fachinformationen zugetextet.

Weichmacher-Formulierungen absolut vermeiden: „eigentlich", „normalerweise", „ziemlich", „relativ" usw. Der Konjunktiv ist zwar höflich, aber ein Weichmacher, der sich meist vermeiden lässt.

Wenn der Kunde einen Einwand hat, wird meist versucht, sofort in direkter Widerrede vom Gegenteil zu überzeugen. So ist es aber mehr überreden als überzeugen. => Interesse signalisieren, genau hinterfragen, Einwand argumentativ auflösen, Rückfrage.

Konfliktlösung:
1. Verständnis für den Standpunkt der anderen Person
2. Plausible Begründung für den eigenen Standpunkt
3. Lösungsorientierung, Aufmerksamkeit auf Lösung und das Gemeinsame lenken
4. Eskalation (Teufelskreis) auf jeden Fall vermeiden, besser Gesprächsende initiieren.

Selbst anrufen:

Gesprächsvorbereitung ist wichtig: Was will ich erreichen, welche Informationen geben, welche Fragen, welche Argumente? Notieren!

Nach Name Anliegen nennen und fragen, ob der Gesprächspartner gerade frei sprechen kann. Wenn der Zeitpunkt nicht passt, Termin vereinbaren. Das gilt BESONDERS für Anrufe auf das Mobilfunknetz, dort SOFORT fragen, ob der Angerufene sprechen kann.

Wie überzeuge ich andere?

"Ich toleriere jede Meinung, solange sie meiner eigenen entspricht"

Wer möchte andere am liebsten immer von seiner Meinung überzeugen? Leider gestaltet sich das häufig anstrengender als man möchte - der andere will partout nicht sehen, warum seine Sicht die schlechtere sein soll!

Das Buch "Professionell überzeugen von Jenny Rogers gibt einen ersten Einblick darin, wie man andere überhaupt von irgend etwas überzeugen kann. Fazit: Nur wer sich selbst zurücknehmen kann, lässt Raum für andere Sichtweisen.

Hier die Tipps:

Niemand kann sich heute mehr auf seine Autorität berufen, um Menschen zu veranlassen, seine Anweisungen zu befolgen.

Kontrolle über Menschen ist eine Illustion - es gibt hunderte von Möglichkeiten, sich der Kontrolle zu widersetzen: kündigen, streiken, krank melden, innerlich kündigen ... Die einzige effektive Kontrolle ist daher die Selbstkontrolle.

Emotionale Intelligenz setzt einen sehr hohen Grad an Selbsterkenntnis voraus: Wer andere kennt, ist intelligent, wer sich selbst kennt, ist weise. Wer andere beherrschen kann, zeigt Stärke, wer sich selbst beherrscht, hat wahre Macht. (Laotse)

Erfolgreiche Beeinflussung erzielt Resultate, die
1. den legitimen Bedürfnissen beider Seiten gerecht werden
2. dauerhaft sind.

Gute Ratschläge sind häufig nutzlos, weil der Empfänger sich als armer Kerl fühlen muss, weil er seine Energie darauf richtet, sich dem Rat zu widersetzen („ja, aber..."), weil er nicht seine EIGENE IDEE verwirklicht. => zuhören, zusammenfassen, Fragen stellen!

Effektive Beeinflussung setzt 6 essenzielle Fähigkeiten voraus, die man in 2 Gruppen einteilen kann:
1. Anlocken: guten Draht herstellen, zuhören, Fragen stellen
2. Anstoßen: eigene Wünsche äußern, „nein" sagen können und Feedback geben.

Einflussnahme aufs Wesentliche konzentrieren: Wir können das Verhalten anderer beeinflussen, indem wir das eigene Verhalten ändern, versuchen wir jedoch, sie zu ändern, werden wir scheitern.

Sich NIEMALS als OPFER sehen!

Einen guten Draht schaffen: Eine ÄHNLICHE Körperhaltung wenigstens zeitweise einnehmen (spiegeln) und sich dadurch auf den anderen einstimmen, erst dann kann man ihn führen.

Zuhören: Eins der effektivsten Mittel zur Beeinflussung! Zuallererst bemühen, den anderen zu verstehen. Offen sein dafür, sich von ihm beeinflussen zu lassen, bevor man selbst beeinflusst.
Normalerweise möchte man sofort den eigenen Standpunkt äußern, der häufig bereits feststeht, ob man es ausspricht oder nicht.

Hervorragende Verhandlungsführer hören doppelt so lange zu wie sie selbst reden, fassen das Gesagte zusammen und klären den Sachverhalt immer wieder neu.

Beim Zuhören geht es um Empathie, also Verstehen ohne Beurteilung.

Die Zusammenfassung hat mehrere Vorteile: man äußert weder Urteil noch Ansicht, beherrscht das Gespräch.

Tipps zur Rhetorik

Ideen zur Aktivierung des Publikums:
  • Quizfrage
  • rhetorische Frage
  • Der heutige Tag (vor 100 Jahren)
  • Die Zielgruppe

Parieren rhetorischer Angriffe:

  1. Zurückwerfen: "Na, wir haben ja vernommen, wer das sagt."
  2. absurde Scheinzustimmung: "Ja, und ich fresse kleine Kinder."
  3. wenn gar nichts mehr wirkt: "Das ist dein Problem." So lange wiederholen, bis er aufgibt.

Schlagfertigkeit ist zwar oft amüsant für die Zuhörer verletzen aber den Beteiligten und sollten deshalb nur selten benutzt werden (!). Interessanterweise erhalten gerade die Schlagfertigen häufig Angriffe.

In einer Rede niemals ALLE Argumente gleich verschießen, sondern als "Wissensplattform" für spätere Fragen aufheben. Das wirkt erstens kompetenter, zweitens können sich die Zuhörer so viel nicht merken. => nur die wichtigsten Argumente bringen!

Vor dem Beginn erst etwas schweigen, das Publikum betrachten und eine Beziehung aufbauen.

Andere rhetorisch überzeugen:

  • Nicht immer sofort Kontra geben
  • Respekt für die Person trotz anderer Meinung ausdrücken
  • Beispiele präsentieren
  • Fragen stellen - Wer fragt, führt!
  • Gemeinsamkeiten betonen
  • Begriffe klären
  • Fachleute zitieren

Erwartungen der Zuhörer:

  • Man soll mein Selbstwertgefühl nicht angreifen.
  • Man soll mich nicht langweilen.
  • Man soll mich aktiv einbeziehen, ich will mitdenken, nicht berieselt werden.
  • Man soll meine Fragen/Einwände ernst nehmen, wenn ich welche äußern will.

Lampenfieber entsteht vor allem bei neuen Gedanken, die noch nicht oft ausgesprochen werden. Übt man das Aussprechen dieser Gedanken schon vorher, werden dafür im Gehirn "Straßen" angelegt und das Sprechen über den Gedanken fällt wesentlich leichter. Eine Aussage wird daher um so souveränder und sicherer, je öfter diese Aussage in der Vergangenheit bereits gemacht wurde. Es ist daher sehr nützlich, Reden per "Sprech-Denken" durchzuarbeiten.

Warum verstehen die Leute manchmal so schlecht?

  • eine Idee = 100%
  • Formulierung in Worte umfasst nie die ganze Idee => bleiben 80%
  • eigene Assoziationen beim Hörer und kaum jemand kann wirklich aufmerksam zuhören => 60%
  • Interpretation durch selbst gemachte Erfahrungen => bleiben 40%
  • Informationsverlust bei der Wiedergabe durch den Hörer => 20%
  • => nur 20% einer Idee kommen wirklich beim Hörer an!

Ein wenig Nervosität ist hervorragend, sie erzeugt nämlich Spannung und ist der Beweis, dass mir die Hörer wirklich wichtig sind.

Eine US-Studie hat gezeigt, dass die Angst, eine Rede halten zu müssen, sogar noch vor der Angst vor dem Tod rangiert. Angst überträgt sich aufs Publikum, somit wird das Missglücken der Rede zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Wir sollten unterscheiden zwischen dem "kleinen Ich" (Ego) und dem wahren Kern unseres Wesens, manchmal auch als "höheres Selbst" oder "Seele" bezeichnet. Es ist das "kleine Ich", das Unsicherheitsgefühle erleidet, nie unsere Seele. => Rücksicht auf das "kleine Ich" anderer, nicht so schnell beleidigt reagieren, wenn so ein "kleines Ich" angreift.

Sprechtempo: Je unbekannter den Zuhörern das Material, desto langsamer sprechen.

"Tell the people what you are going to tell them, then tell them, then tell them what you told them."

"Let's agree to differ." => ZWEInigung => schafft die Beweglichkeit, die eigenen Gedanken zwar anzubieten, sie anderen aber nicht aufzwingen zu wollen.

Zwischenrufe: Mit einer Gegenfrage reagieren.

Schnellschuss-Gliederung einer Rede:

  • Vergangenheit: Was war?
  • Gegenwart: Was ist?
  • Zukunft: Was soll werden?

Buchempfehlung: Rhetorik von Vera Birkenbihl

Buchtipp "Gelassenheit siegt" von Gudrun Fey

Für die folgenden Tipps habe ich die wesentlichen Aussagen aus dem Buch Gelassenheit siegt! von Gudrun Fey zusammengefasst:

  • Souveränität bedeutet, erst dannn zu reagieren, wenn man es selbst für angemessen hält, und nicht wenn andere es wollen. Sich immer wieder klarmachen, dass man eine Wahl hat! "Ich sehe mich nie als das arme Opfer" oder "Love it, change it or leave it."
  • Positiv statt negativ formulieren: Nicht erklären, was verboten ist, sondern was erlaubt ist.
  • Weichmacher-Wörter wie "wäre", "würde", "vielleicht" usw. vermeiden! Klar formulieren, was man will: "Ich gehe jetzt. Kann ich noch was tun?"
  • Unwissenheit offen zugeben anstatt zu stammeln.Offene Fragen zur Gesprächseröffnung, geschlossene zum Abschließen.
  • Vorwürfe anderer kommen grundsätzlich aus dem "Eltern-Ich" (Freud) => darauf nie trotzig mit dem "Kind-Ich" reagieren, sondern mit dem "Erwachsenen-Ich".
  • Auf pauschale Vorwürfe und Killerphrasen mit Nachfragen reagieren: "Wie bitte?", "Wie meinen Sie das?".
  • Bei Schuldzuweisungen erst Verständnis zeigen, dann Hilfe und Verbesserung anbieten => NICHT schlagfertig reagieren sondern Nachdenken! Sich selbst dazu motivieren, indem man sich sagt "Ich lehne es ab, schlagfertig zu sein"
  • Ablauf der Reaktion: Zusammenfassen -> Zustimmen/Verständnis -> eigene Position, Hilfe anbieten.
  • Fragen in Vorträgen immer zulassen, nur Anfänger sehen Fragen als lästig an.
  • Wenn man von jemandem etwas will, erst plausibel begründen: "Damit ich Ihnen helfen kann, brauche ich ..."

---------------------------------------------------------------------------------------------

Buchtipp:

Gelassenheit siegt!

Mittwoch, 9. Januar 2008

Buchtipp "Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman

Das Buch Emotionale Intelligenz von Daniel Goleman ist ohne Frage ein Meilenstein der Erforschung und Erklärung von Emotionen. Ich selbst habe das Buch im Jahr 2000 gelesen, um einen "populärwissenschaftlichen", leicht verständlichen Einstieg in das Verständnis menschlichen Verhaltens zu bekommen. Mittlerweile hat der von Goleman geprägte Begriff bereits Eingang in die Liste der beruflichen Sozialkompetenzen gefunden.

Goleman möchte klarmachen, dass Gefühle nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig für unser Leben sind, solange sie uns nicht überwältigen. Wir müssen sie daher steuern und ihre Energie positiv für uns nutzen.

- Angst, Zorn und Wut sind nichts weiter als Jahrtausende alte, einprogrammierte Reaktionen des Gehirns, die eigentlich mal dazu gedacht waren, uns vor dem Aufgefressen werden zu bewahren. Der emotionale "Mandelkern" reagiert dabei durch eine Abkürzung wesentlich schneller als der rationale "Neokortex" und überschüttet das Gehirn mit Emotionen. Es bringt meist nur eine scheinbare Befreiung, dem Zorn freien Lauf zu lassen, denn es ist vordergründig angenehm. Wichtig sind das Zuhören und Beruhigung, Akte der Empathie, die die Spannung abbauen. Entsteht Überflutung, sollte man den Streit für 20 Minuten unterbrechen.

- Besorgtheit dient zum stummen Durchprobieren dessen, was schiefgehen könnte, um damit vorher fertig zu werden, ist also eigentlich sinnvoll: Gefahren werden antizipiert, bevor sie auftauchen. Problematisch sind die Sorgen, die sich im Kreis drehen und zu keiner (neuen) Lösung führen.

- Trauer ist in Maßen absolut sinnvoll: Sie ermöglicht durch die kurzzeitige Abkehr vom Leben ein Anpassen auf die neue Situation.

- Angst untergräbt den Verstand. Das war sogar mal sinnvoll, weil man nicht lange überlegen sondern handeln sollte, um nicht gefressen zu werden.

- Hoffnung ist die Überzeugung, dass man sowohl den Willen als auch die Möglichkeiten hat, seine Ziele zu erreichen. Hoffnungsvolle Menschen sind fähig, sich selbst zu motivieren, sie sind überzeugt, so einfallsreich zu sein, dass sie Wege finden werden, ihre Ziele zu erreichen, und wenn das unmöglich wird, diese anzupassen. Optimisten führen eine Niederlage auf etwas zurück, dass sie ändern können. Was zum Erfolg führt, ist die Kombination aus etwas Begabung und der Fähigkeit, bei Niederlagen weiterzumachen.

Die Grundlage der Empathie ist Selbstwahrnehmung! Empathie setzt eine gewisse Gelassenheit voraus, damit das emotionale Gehirn die Signale des Empfindens eines anderen Menschen aufnehmen und nachahmen kann. Emotional Intelligente wissen den emotionalen Austausch zu steuern, als "beliebt" bezeichnen wir Menschen, mit denen wir gern zusammen sind, weil wir uns dank ihrer emotionalen Geschicklichkeit wohl fühlen.

Sich darüber hinaus selbst treu zu bleiben ist eine wichtige Fähigkeit, dank derer man ohne Rücksicht auf die gesellschaftlichen Folgen gemäß seinen tiefsten Überzeugungen und Wertvorstellungen handelt. Solche emotionale Integrität kann bspw. dazu führen, dass man bewusst eine Konfrontation herbeiführt, um mit Selbstverleugnung und Doppelzüngigkeit Schluss zu machen.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Buchtipp:

Emotionale Intelligenz von Daniel Goleman

Dienstag, 8. Januar 2008

Buchtipp "No Mans Land" von Doug Tatum

Vermutlich landet jede wachsende Firma irgendwann zwischen 20 und 200 Mitarbeitern in dem von Doug Tatum beschriebenen No Man's Land . In dieser Situation gibt es prinzipiell nur 3 Möglichkeiten: Weiter aufsteigen, zurückfallen oder sterben, denn keine Firma kann es lange darin aushalten.

Viele der im Buch besprochenen Thesen habe ich in der Realität wiedergefunden. Die zentralen Aussagen habe ich daher zusammengefasst.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Thousands of companies this year approach a dangerous transition through No Man's Land - when they are too big to be considered small but still too small to be considered big. And the vast majority of these emerging growth companies, both private and public, crash and burn before they reach the other side.

"My gosh, it's like a no man's land. You can't survive there. You've got to push through to the other side or go back to start." = > Entscheidungspunkt für eine rapid growth company: entweder weiter wachsen, zurückfallen auf alte Größe oder sterben. Meist um die 20-100 MA.

Signs of No Mans Land:

  • although business was once booming, momentum is slowing
  • the firm lacks a sense of how it is making money and what its future profitability picture will look like
  • you just can't get the people in your company to support you as you make the commitments required to meet customer needs
  • business decisions become increasingly complex and beyond the capacity of existing leadership to handle intuitively (you know it, but you don't know what the exact problem is)
  • the firms leadership feels stuck and stagnant
  • reporting systems no longer provide meaningful information
  • some of your key employees are exhausted and unhappy
  • the old rules no longer seem to work
  • you feel like the business is too big to be small and too small to be big

The four Ms: Market, Management, economic Model, attracting Money

At a certain size, the physical demands become so intense that the entrepreneur can no longer deliver un an individual basis the value he once did. => misalignment with customers and market => fundamental peril!

It's one thing to be aligned, quite another to stay aligned. (..) Leaders of successful start-ups are able to deliver precisely because they are attuned to even minuscule changes in the needs of their customers.

You as a business leader must step away from day-to-day operations and honestly evaluate yourself and your company.

The growth that leads a company into No Mans Land will not lead a company out of it.
A firm that has passed through No Mans Land has achieved some measure of stability. The firms survival is no longer in jeopardy.

Make one set of promises to customers, and the firm will evolve in a certain direction. Make another set, and the firm will look very different over time. (..) The correct promises will keep you growing through No Mans Land, while the wrong ones will kill you.

As entrepreneurs struggle with the firm's identity, they tend to curl up and become internally confused.

What exactly is this company about? What differentiates the company from competitors in customers minds?

Developing processes that replicate the entrepreneur's talents becomes a huge part of a company's competitive advantage.

It is ethical, legal moral, and, in many cases, good business to stay small, make money, and enjoy the fruits of your personal talents and passions. Some businesses will be profitable only as small operations framed around the entrepreneur.

It is quite possible for a firm to blossom after No Mans Land, while its founders find themselves stressed-out and miserable.

Since a small business is based on your personal efforts, its value is limited, since it almost certainly will not survive without you.

Delegating to senior management is the only way to gain back control.
In transitioning through growth, most firms simply don't have the additional leadership experience they need.

You'll need some people by your side who have already done it, and who have proven that they know what they are doing.

Rapid-growth firms need people who have worked with larger organizations and know what the firm will look like at larger scale.

Letting go of longtime employees is pure agony. We're talking about firing lifelong friends, people who followed you into business when nobody else did. Some, or even many, of these people just won't make it to the next level. They don't have the skills the firm needs to move ahead, and, as the entrepreneur, you know it. Once you can't make the successful, it's time for them to go. I do strongly believe that the founder needs to change the organization's gene pool by bringing in senior leaders to help him. How many members of your senior management team have had experience in a senior management position with a company that had at least five times your current revenue?

An unsuccessful business deserves a new decision process (i.e. a new culture).
Most entrepreneurs attract their first customers by running their businesses according to a "high-performance, cheap labor" economic model. As the firm scales upward, this economic model breaks down.

Distribution channels - the mechanism used by a firm to identify and acquire a new customer - are by far the most expensive component of the business model.

To push through No Mans Land, firms must find ways to generate positive motion once again.
The point is simply to prove that your company has mojo and can still solve a problem.

Gazelles typically don't understand who the ultimate customer is while developing and launching a product. They improvise as they go, making opportunistic promises to customers that in turn change the product and the company. Their business is living laboratory, a process of discovering what ultimately is the right product, service, and target customer.

In the corporate world, most managers are rewarded and measured accoding to revenues and earnings they drive. Among gazelles, by contrast, management is rewarded and measured on the basis of value created, without this value in the former early stages being expressed directly in revenue or profit.

The leadership is instinctively oriented around the development of value through innovation, not the ultimate value of economic leverage (i.e. drinving earnings through process efficiencies at large-volume revenues) .

Economic leverage ultimately has to be introduced into the equation, but usually after certain elements of value have been created and the business and its target customers are defined.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Buchempfehlung:
No Man's Land von Doug Tatum

Zu den weiteren Einträgen

Hm, dieser Blog hat ja eine recht lange Zeit keinen Content gesehen. Der Grund ist, dass (wie man am ersten Post erkennen kann) ich mir erst darüber klar werden musste, worin mein Beitrag zur "Blogosphere" eigentlich bestehen könnte. Nur schreiben um des Schreibens willen ist mir zu wenig.

Dann ging mir vor kurzem auf, dass Bücher zu den Themen Management, Kommunikation, Beratung, Psychologie und Philosophie schon seit einiger Zeit mein Lieblingshobby sind. Entsprechend füllen sich die Regale und ich verwende recht viel meiner freien Zeit darauf, Fachbücher zu diesen Themen regelrecht zu verschlingen. Da ich grundsätzlich in jedem Fachbuch die wichtigsten Passagen anstreiche, um es jederzeit aus dem Regal nehmen und wichtige Punkte schnell erfassen zu können, sind auch Zusammenfassungen auf Basis der wesentlichen Zitate eine reine Fleißarbeit.

Bei richtig guten Büchern, die für mich viele neue Erkenntnisse enthalten, brenne ich darauf, diese Erkenntnisse zusammenzufassen und mit anderen zu teilen. Dies wird nun der erste Zweck dieses Blogs werden. Teilweise werden die Infos auch bei Amazon existieren, da sie dort nun mal im Kontext eines Buchs gut aufgehoben sind, aber ich werde in der Amazon-Rezension den Content etwas kürzer halten, um nicht den Rahmen zu sprengen.

Mein langfristiges Ziel ist, mein Wissen und meine Erfahrungen zu teilen. Ich werde also auch Artikel einstellen, die von Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Der Gedanke, anderen damit möglicherweise zu helfen, erfüllt mich mit ehrlicher Freude. Wenn es auch "nur" mit Buchzusammenfassungen beginnt - es ist ein Anfang, ich bin auf dem Weg und sehr gespannt, wie sich alles entwickeln wird :-)